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Ein sonderbarer Auftrag - Druckversion

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Ein sonderbarer Auftrag - Mammon - 03.08.2026

Nie würde Mammon es zugeben, aber er hatte neben den Vorbereitungen für den großen Käfigkampf in ein paar Tagen noch eine andere Sache verfolgt. Mammon nannte es Recherche, für andere wäre es wohl einfach nur ein netter Zeitvertreib. Was der Teufelssohn gemacht hatte? Er hat sich oben in seinem Penthouse Soaps angesehen. Warum? Weil er herausfinden wollte, was so Beziehungen ausmachen, was No Gos waren oder Dinge, die man eben unbedingt machen oder wissen sollte. Warum auch immer war es ihm wichtig Fred zu zeigen, dass er das Ganze mit diesem Beziehungsdings ernst nahm. Ja, Mammon hatte Gefühle für diese Frau, aber er war noch davon entfernt offenkundig zu akzeptieren, dass er sie lie… nein, selbst in Gedanken konnte er dieses Wort nicht aussprechen. Es ging einfach so stark gegen seine Natur. Generell sich nur auf eine Person festzulegen. Doch Fred hatte es irgendwie geschafft in ihm etwas auszulösen, was sonst niemand zuvor geschafft hatte.

Beim Schauen war ihm dann schließlich etwas aufgefallen. Oft war es so, dass einer in der Beziehung dem anderen Partner etwas schenkte. Meist waren es Männer, die ihren Frauen Schmuck schenkten. Da war es natürlich kein Wunder, dass Fred damals nicht gerade begeistert davon gewesen war, dass Mammons Geschenk an sie eine Person war, die sie schon lange suchte und die sie foltern durfte. Es lag also daran, dass es das falsche Geschenk gewesen war. Mit dieser Erkenntnis hatte Mammon sowohl eine Idee gehabt, als auch einen Entschluss gefasst. Er würde Fred Schmuck schenken. Jedoch war jetzt schon klar, dass es keines war, was man irgendwo zu kaufen bekam. Oh nein, es sollte etwas Besonderes sein.
So hatte sich der Teufelssohn zu der Umkleide seiner Tänzer*innen begeben, welche hinter der Bühne war.

Er trat in diese herein und begrüßte alles mit einem charmanten Lächeln, ehe er schließlich in die Hände klatschte. “Hopp, hopp. Geht raus und zeigt unseren Gästen, wieso sie nur hier die attraktivsten und besten Tänzerinnen und Tänzer zu sehen bekommen.” Motivierte er seine Damen und Herren. Diese machten noch die letzten Handgriffe und verließen dann nacheinander die Umkleide. Als Vito jedoch den Raum verlassen wollte, hielt Mammon sie auf, indem er sie am Handgelenk festhielt. Mit einem Kopfschütteln machte er deutlich, dass sie noch hier bleiben sollte. “Oh nein, du bleibst noch hier Sparkles.” Natürlich wusste er ihren Namen, aber Mammon war eher dafür bekannt, dass er selbst Spitznamen gab und Vito nannte er nur zu gern Spakles. “Wir haben was viel Wichtigeres zu besprechen. Die Gäste müssen fürs Erste auf dich verzichten.” Seine Stimme klang zwar freundlich, aber machte dennoch klar, dass es ihm wirklich ernst war. “Also setz dich und lass uns reden.” Erneut freundlich, aber auch hier war ebenso herauszuhören, dass Vito gar keine andere Wahl hatte als seiner Bitte, die eher nach einem kleinen Befehl klang, nachzukommen. Um das ganze noch visuell zu unterstreichen, deutete er mit einer Handbewegung und einem kleinen Tisch mit 2 bequemen Sesseln. Auf dem kleinen Tisch stand obendrein noch eine kleine Schale mit Erdnüssen. “Nach dir.” So sollte Vito sich zuerst setzen, ehe Mammon es ihr gleich tun würde.


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Vitoria Razor - 04.08.2026

Vitoria hatte heute geplant, etwas Neues in ihren Tanz einzubauen. Wie so häufig hatte sie sich ein Outfit ausgesucht, welches sie am Abend im Valen tragen wollte. Also ging sie in die Umkleide und zog sich für den Auftritt um. Ihre Kleidung war sündhaft: Die Straßsteine bedeckten wirklich nur die intimsten Stellen und ihr Make-up war auffällig. Schließlich sollten die Leute im Club öfter kommen und etwas Schönes zu sehen haben. Vitoria wusste, wie wichtig das bei Frauen, Männern und allen Wesen war, die sich hier so einfanden.

​Die Kristalldämonin war ja so was wie eine Meisterin ihres Fachs, was Verführung anging. Doch sie flirtete niemals willkürlich, sondern nur mit denen, die ihr als würdig erschienen und ihren Ansprüchen entsprachen. Mit Kunden war es meistens nur ein Fake-Flirt.

​Doch als sie aus der Umkleide kam, wurde sie aufgehalten – und nicht von irgendwem, sondern von ihrem Chef Mammon. Er gab ihr wie immer diesen Spitznamen. Sie hörte sich aber erst mal alles an, was er zu sagen hatte, und damit auch seine Bitte.

​„Eigentlich hatte ich was geplant, ja, stimmt. Aber du kennst mich ja: Pläne sind nur so lange wichtig, bis es um dich geht“, meinte sie charmant. Es war kein Flirt, sondern eher geschuldet, weil er ihr Chef war. Sie setzte sich hin, nahm sich einfach das Glas, das dort stand, und hob es an – selbst wenn es leer war.

​„Was gibt es?“, fragte sie gleich, und nun hatte er ihre volle Aufmerksamkeit. „Du hast was auf dem Herzen, oder?“, bohrte sie gleich nach. Sie kannte doch sein Gesicht, seine Mimik. Das war doch anders als sonst. Sie konnte natürlich nicht erraten, was los war, aber vielleicht, dass etwas war.


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Mammon - 09.08.2026

Vito sah natürlich wieder heiß aus. Sie wusste eben, wie man die Blicke auf sich zog und sie wusste um ihren Körper. Wer könnte dieser höchst attraktiven Frau schon widerstehen? Mammon hatte damals nicht widerstanden, aber mal ehrlich, wieso auch? Er war seiner Begierde nachgegangen, so, wie er es anderen selbst vorschlug. Vito war schließlich verdammt heiß, aber auch der Sex war wirklich gut gewesen. Ja, sie hatte es sogar kurz geschafft, dass Mammons Gedanken nicht um sie sich gedreht hatten. Nur war dies von kurzer Dauer gewesen. Fred hatte sich ja dann doch schließlich wieder in sein Hirn gebrannt und wollte da einfach nicht wieder raus. Dabei hatten Fred und er sich schon einige Monate nicht gesehen in ihrer sogenannten Auszeit. Aber gut, all das spielte jetzt keine Rolle mehr. Fred und er hatten sich dazu entschieden, es einfach zu probieren. Also all dieses Beziehungsding, was immer das auch zu bedeuten hatte. Selbst nach dieser wirklich harten Recherche, hatte Mammon noch immer kein wirkliches Bild darüber, was es eigentlich bedeutete, in einer Beziehung zu stecken. Doch irgendwie würde er es schon hinbekommen und ein erster Schritt war es doch sicher, wenn man für ein Geschenk eine Idee hatte, oder?

​„Eigentlich hatte ich was geplant, ja, stimmt. Aber du kennst mich ja: Pläne sind nur so lange wichtig, bis es um dich geht“ Sofort hoben sich die Mundwinkel des Teufelssohn. “Uh, ich liebe deine Einstellung.” Gestand er und kam natürlich nicht umhin sie doch noch einmal nun richtig zu mustern. “Und du siehst heute wieder zum Anbeißen aus.” Machte er ihr ein Kompliment. “Ein Glück für mich und Pech für die Gäste, dass sie gerade auf dich verzichten müssen.” War das ein Flirt von seiner Seite aus? Vielleicht, ja, denn soviel er wusste, hatten sie nicht darüber gesprochen, dass ein Flirt verboten war. Hauptsache er schlief nicht mit anderen. Aber das würde definitiv nicht passieren. Es war wie verhext. Sobald Fred wieder in sein Leben eingetreten war, war die Lust auf Sex mit anderen wie weggeblasen. Konnten das wirklich Gefühle verursachen? Falls ja, dann hatte sein Grandpa da echt nen Fehler gemacht! Aber gut, der alte Herr da oben hatte so einige Fehler begannen. Zurück zu Vito, die sich nun gesetzt hatte. Mammon tat es ihr gleich und saß ihr direkt gegenüber.

“Dir entgeht wohl nichts.” Meinte er nur und machte dann eine kleine Pause, so als müsste er sich erst einmal sammeln. “Ich will, dass du für mich was herstellst, also als Goldschmiedin.” Fing er an. Dann beugte er sich leicht nach vor, sodass es für ihn ein leichtes war mit seinen Fingern der rechten Hand von ihrem Unterarm ‘hochzuwandern’. Seine Finger bewegten sich hoch zu ihrem Schlüsselbein und mit dem Zeigefinger tippte er dann genau zwischen ihren beiden Schlüsselbeinen. “Du sollst mir eine Halskette herstellen.” Meinte er dabei und lehnte sich dann wieder zurück. “Und das mit einem ganz speziellen Anhänger.” Gab er noch preis. Seine Finger bewegten sich nun zur kleinen Schale mit den Erdnüssen darin. Er nahm sich eine und platzierte diese zwischen Daumen und Zeigefinger. Dann hob er seinen Arm, so als wolle er dieses Erdnuss ihr präsentieren. “Dabei soll eine Erdnuss im Anhänger eingearbeitet sein.” Danach warf er diese Erdnuss gekonnt in seinen Mund und kaute diese erst einmal, ehe er dann wieder direkt Vito ansah. “Wie lange brauchst du dafür?”


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Vitoria Razor - 12.08.2026

Vitoria wusste, dass sie mit ihm geschlafen hatte – mehr oder weniger war es aber auch nicht gewesen. Deshalb begegnete sie Mammon nicht anders als sonst, auch wenn sie spürte, wie seine Blicke abzuwägen schienen, ob er es noch einmal tun wollte.

​Sie sagte jedoch nichts dazu und ging auch nicht auf seinen Flirt ein. Sie sah ihn einfach nur an, denn sie wusste, dass er ihre Spielregeln kannte – und sie die seinen. Vor allem war ihr klar, dass er viel und gerne mit Frauen flirtete, ohne dass man sich darauf etwas einbilden durfte. Es war halt Mammon, genau wie er leibte und lebte.

​Trotzdem war eine Sache absolut auffällig: Er hielt sich erstaunlich zurück.

​„Ich soll also eine Halskette herstellen …“, fasste sie knapp zusammen. Ihr Blick verengte sich leicht. „Für wen ist diese Kette, Mammon?“ Es lag keine Eifersucht in ihrer Stimme – reine Neugier, gemischt mit fachlicher Aufmerksamkeit.

​„Nun, es kommt ganz darauf an, welches Material du haben willst. Hast du dir schon überlegt, ob es Silber, Gold oder Roségold sein soll? Und wie sieht es mit dem Anhänger aus – welches Material schwebte dir da vor? Ich kann dir erst eine genaue Dauer nennen, wenn ich exakt weiß, was du möchtest. Nicht jedes Metall lässt sich gleich bearbeiten und nicht in jeden Stein lässt sich etwas einschließen. Oder soll es Holz wie Eiche sein … oder sonst etwas?“, spulte sie vollkommen professionell ab.

​Sie kam ihm nur einen Zentimeter näher, wahrte aber gebührenden Abstand.

​„Ich weiß doch, dass da etwas im Busch ist. Na komm, du kannst es mir erzählen. Du weißt ganz genau, dass ich Geheimnisse für mich behalten kann. Ich helfe dir – nicht, weil ich muss … nein, sondern weil du mich hier aufgenommen hast“, sagte sie ohne jedes Zögern.


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Mammon - 13.08.2026

Bei ihrem einmaligen Sex ging es rein ums körperliche. Keine Gefühle, keine Verpflichtungen, sondern einfach nur rein körperlicher spaßiger Sex. So, wie es Mammon VOR Fred getan hatte und schließlich ebenso, wo sie beide diese komische Auszeit hatten. Nein, eigentlich hatte Fred diese Auszeit gewollt und Mammon hatte es, warum auch immer, so akzeptiert. Aber er wollte jetzt nicht über die Vergangenheit nachdenken, sondern einfach das tun, was er hier eigentlich vorhatte, nämlich Vito einen Auftrag zu erteilen. Für sie als Goldschmiedin und Kirstalldämon war das sicher eine Leichtigkeit. Dass sie es als Flirt auffasste, war dem Teufelssohn gar nicht so bewusst. Er war eben so, wie er war und Mammon war das Geschlecht dabei herzlich egal, selbst beim Sex.
Für wen die Kette war? Mammon lehnte sich zurück und lächelte ein wenig Vito an. “Auch wenn ich dich wirklich gut leiden kann, heißt das nicht, dass wir uns so nahe stehen.” Vito war nicht Kisai und selbst Kisai wusste ja nichts davon, dass Mammon sich in das Abenteuer Beziehung eingelassen hatte. Mammon würde den Teufel, nein in seinem Falle hieß es wohl eher Dad, tun und es jemanden vor Kisai erzählen. Kisai war seine rechte Hand und Vertrauter. Einer der wenigen Personen, denen er so stark vertraute, dass er diesem sogar sein Leben anvertrauen würde. Vito hatte diesen Status noch lange nicht erreicht oder glaubte sie etwa, nur weil sie einmal Sex miteinander hatten, dass sie das Recht hatte nachzufragen?

Ganz die Goldschmiedin fing sie nun an ihm zu erklären, dass es auf das Material ankam, wie lange es dauern würde. Es folgte viel bla bla, was Mammon nicht ganz so interessierte. Deshalb winkte er dann einfach irgendwann ab. “Ja, ja, schon gut. Nimm einfach das Teuerste und Beste, was du hast. Geld spielt keine Rolle.” Meinte er deshalb nur. WENN Mammon schon ein Geschenk machte, dann musste es auch dementsprechend sein. Der Prinz der Hölle würde doch sicher nicht mit irgendetwas Billigem daherkommen. Oh nein, es sollte schon etwas Besonderes sein, erst Recht,wenn es um sie ging.

Doch anstelle, dass Vito bei ihrer Professionalität blieb, war ihre Neugierde anscheinend nun wirklich geweckt worden. Sie merkte, dass da etwas im Busch war, eine Tatsache, die dem Teufelssohn nicht sonderlich gefiel. “Und weil ich dich gut bezahle.” Musste Mammon noch hinzufügen. Dies war nämlich absolut kein Geheimnis. Wer für Mammon arbeitete, der bekam einen wirklich guten Lohn. Was er dafür verlangte? Nun, dass jeder alles für seinen Job gab und Mammon eben dahingehend zufrieden stellte. “Aber um deine Neugierde zu stillen. Es ist einfach nur ein Geschenk, so wie ich es ab und an mal für die eine oder andere Frau oder Mann getan habe.” Was absolut nicht gelogen war. Er erzählte Vito nur nicht, dass es sich diesmal um eine besondere Frau handelte und somit um ein besonderes Geschenk. “Also, wie kommst du darauf, dass irgendetwas im Busch wäre?” Fragte er neugierig nach und schnappte sich eine weitere Erdnuss, die den Weg in seinen Mund fand.


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Vitoria Razor - 19.08.2026

Vitoria war ein bisschen genervt vom Teufelssohn. Ja, sie kannten sich nicht perfekt oder sonstiges, aber wie hatte er sich das vorgestellt? Sie schmiedete immer ihre Gefühle hinein. Das fühlte ja keiner. Klar wusste sie das. Sie schaute ihn an. „Ich weiß. Trotzdem wäre es für den Auftrag wichtig. Keine Gravur? Ich meine, das ist einmalig“, sagte sie komplett professionell. Sie verengte die Augen. „Ich denke gar nichts, Mammon. Ich denke allgemein nicht darüber nach, mit wem ich Sex hatte oder mit wem nicht. Ich weiß, dass es nichts war. Das ist mir durchaus klar. Das ist mir egal, das Material. Dass es das Teuerste sein soll, kann ich mir notieren. Das klärt einfach nicht, was es sein soll. Ein Geschenk? Ein Andenken?“ Die Kristalldämonin glaubte ihm kaum, dass es ein Geschenk war – einfach so. „Ein Geschenk also...“, sagte sie. Sie neigte ihren Kopf. „Du würdest nicht zu mir kommen, wenn es nur irgendein Mädchen wäre. Ich bin nicht dumm, Mammon. Ich kann das auch in einem privaten Raum mit dir klären“, sagte sie und sprach extra leiser: „Wenn es nur irgendein Mädchen wäre, wärst du einfach ins nächste Schmuckgeschäft gegangen und hättest was gekauft, Mammon“, flüsterte sie. Sie kam ihm aber keinen Zentimeter näher. „Wie auch immer. Klar kriege ich das hin. Aber ich biete es nur einmal an, meine Erfahrungen zu teilen. Es ist mir recht egal. Ich bin keine Plaudertasche, genauso wenig wie du. Ich erzähle niemandem, was du mir heute sagst, aber wenn du nicht willst, dass ich was weiß, dann überlege ich mir das hiermit nochmals. Ich mache das nicht wegen Geld. Du weißt, ich mache das alles wegen des Tanzens“, meinte sie scharf und hatte einfach Angst, betrogen zu werden. Sie vertraute Mammon ja auch nicht viel. Sie wusste aber, dass er es niemandem gesteckt hatte. Sie hatte solche Angst, dass Geheimnisse sie wieder aufdecken und sie gejagt würde, doch sie zeigte es keine Sekunde. Sie war elegant, stur und doch gebrochen.


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Mammon - 21.08.2026

Er hatte damals schon bemerkt, dass Vito nicht auf den Kopf gefallen war. Etwas, was Mammon einerseits gefiel, aber andererseits auch eben Nachteile haben konnte, wie man nun sah. Blöderweise war sie hier gerade am längeren Hebel, denn er wollte etwas von IHR und nicht umgekehrt. Mammons Augen blicken nach oben und er schüttelte leicht den Kopf. Verflucht! Was hatte Fred nur mit ihm angestellt? Wieso tat er alles wegen nur einer Frau? Nein, nicht einer Frau, sondern dieser Frau! Vito hatte vollkommen Recht damit, dass er für jede andere Person, die er ein Geschenk machen würde, einfach in irgendeinen teuren Schmuckladen gehen würde und irgendetwas auswählen würde, aber für Fred? Nein, da musste es natürlich etwas Besonderes sein! Sollte er deshalb sich Vito irgendwie… öffnen um das von ihr zu bekommen, was er wollte? Mammon wollte gerade anfangen zu sprechen, als plötzlich sich die Tür zur Umkleide öffnete. Sofort drehte sich sein Kopf in die Richtung und sah denjenigen mit einem vernichtenden Blick an, so als hätte diese wissen können, dass es gerade ungünstig war. Die Tänzerin sah den Blick, senkte den Kopf und ging wieder nach draußen. Ok, hier war definitiv nicht der richtige Ort für solch ein Gespräch. Deshalb stand Mammon plötzlich auf und schnappte sich, ohne zu fragen, Vitos Handgelenk. Natürlich fragte er nicht. Für ihn war es etwas Normales, so mit Anderen umzugehen. “Komm.” Sagte er kurz und knapp und zog sie dann auch schon mit sich. Er verließ mit Vito zusammen die Umkleide der Tänzer*innen und drängelte sich, ohne links und rechts neben sich zu schauen, direkt zu den privaten Räumen, auch “The Velvet Chambers” genannt. Im Übrigen war es ihm egal, was nun andere dachten. Das war generell so. Sollten sie doch denken, dass er gerade mit Vito etwas Spaß in einem der Zimmer haben wollte. Eigentlich war ihm das sogar ganz lieb, denn so würde keiner auf den Gedanken kommen, was er eigentlich von ihr wollte.

Im Raum angekommen, schloss er hinter Vito und sich die Tür. Hier waren sie nun wirklich unter sich. Der Raum selbst war wie der Rest sehr luxuriös eingerichtet und obendrein gab es hier Ketten an der Wand oder gar eine Liebesschaukel. Hier blieb kein Wunsch offen, wenn man eben mehr als flirten wollte. Doch Mammon war nicht zum Flirten zumute. Er wollte etwas ganz Anderes. “Ok, ehrlich?” Denn etwas Anderes konnte Mammon nicht. Lügen lag nicht in seiner Natur, klar, Dinge auslassen sehr wohl, aber lügen? Nein, da konnte man sich immer sicher sein, dass er die Wahrheit sagte, auch wenn das bedeutete, dass es seine Wahrheit war. “Ich hab keine Ahnung, was das ist.” Zumindest konnte er diese Gefühle noch nicht immer zuordnen. Er empfand etwas für Fred, keine Frage und er hasste es, wenn sie mit anderen Männern sprach, aber so richtig konnte er das noch immer nicht einordnen, nur, dass er es mit ihr probieren wollte. “Ich weiß nur, dass ich nicht einfach nur irgendein Schmuckstück haben will, was ich in irgendeinem teuren Schmuckladen kaufen will.” Gestand er und sah Vito nun eindringlich an. “Also… was ist nun? Machst du mir nun eine Kette mit einem Anhänger, wo eine Erdnuss eingearbeitet ist oder nicht.”


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Vitoria Razor - 24.08.2026

Vitoria hoffte jetzt wirklich, dass Mammon ihr nicht noch eine Ausrede auftischte. Ihr Chef war ja vieles, aber er war nicht der Typ Mann, der sich bei Frauen große Mühe gab, wenn es um Geschenke ging. Vor allem nicht, wenn er eh schon mit ihnen geschlafen hatte. Klar kam das vor, aber selbst dann wäre er in ein Schmuckgeschäft gegangen oder sonst wo hin und hätte einfach das Teuerste gekauft. Fertig.

​Vitorias Augen wurden eng, als eine andere Tänzerin störte – und ja, sie merkte, dass Mammon sie am Handgelenk packte und zog. Was Mammon nicht wissen konnte: Vitoria kannte das von ihrem Ex-Mann. Er war teilweise genauso mit ihr umgegangen. Trotzdem brach sie nicht. Nein, sie blieb ganz ruhig und ließ sich in den privaten Raum mitnehmen. Sie holte tief Luft, suchte nach ihrer langen Pfeife und fand sie. Vitoria war das momentan egal – sie rauchte jetzt. Sie tat es nur in wenigen Stresssituationen oder wenn sie jemand triggerte. Sie nahm also einen tiefen Zug Nikotin und hörte ihm einfach zu.

​„Du weißt es nicht“, sagte sie feststellend, ohne zu urteilen. „Mammon. Du willst also nicht irgendwas. Ich verstehe“, sagte sie ruhig und blies etwas Rauch aus. „Klar kann ich. Ich mache es auch, aber ich will es zumindest verstehen. Es ist mir egal, welches Geheimnis es ist – ich verrate niemandem etwas. Du weißt, ich habe selbst Geheimnisse, also sag mir zumindest, was das hier soll“, verlangte sie als Gegenleistung. „Vergiss das Geld, ich will das. Glaub mir, ich kann so etwas locker ausgleichen. Ich habe keine Probleme“, sagte sie komplett entschlossen. Sie wusste, dass es so war.


RE: Ein sonderbarer Auftrag - Mammon - 26.08.2026

Was?! Mammon und Ausreden? Er hatte doch keine Ausreden… Tse… was dachte sie da nur von ihm? Der Teufelssohn sagte stets die Wahrheit, also seine Wahrheit und ja, er verschwieg auch durchaus Dinge, aber dennoch sagte er immer die Wahrheit. Da konnte man sich sicher sein. Übrigens ging er durchaus auch offen damit um, ob er jemanden leiden konnte oder nicht. Vito zum Beispiel konnte er gut leiden und das nicht nur, weil sie einmal guten Sex hatten. Auch so war dies der Fall. Im Übrigen leistete sie auch hervorragende Arbeit, nicht nur was das Tanzen anging. Wäre dies nicht der Fall, wäre Mammon ganz sicher auch jetzt nicht zu ihr gekommen.
Was der Teufelssohn natürlich nicht wusste, war die Sache mit dem Anfassen. Er tat es nicht aus Boshaftigkeit oder weil er über ihr rangmäßig höher stand, oh nein, er tat es aus Gewohnheit. In der Hölle ging man einfach so miteinander um. Es war generell alles körperlicher, wenn man es so nennen wollte. Aus diesem Grund dachte Mammon auch wirklich nichts Großes dabei, als er Vito einfach packte und mit sich zog. Hier war definitiv nicht der richtige Ort und so hatte er sich mit in einen der privaten Räume geschleppt. Hier waren sie definitiv ungestört.

Tja und da gab Mammon nun offen zu, dass er nicht wusste, was das war. “Ja, ich weiß es nicht, zufrieden?” Fragte er leicht genervt, aber eher darum, weil er selbst unzufrieden mit dieser Antwort war. Er gestand sich ja schon ein, dass er so etwas, wie Gefühle für Fred hatte. Er wollte nie nah sein, niemanden sonst an sie ranlassen und mit ihr am liebsten das Bett jede Sekunde teilen. Sie hatte ihm sogar soweit den Kopf verdreht, dass er sich eben wirklich auf eine Beziehung mit ihr einließ! Ja, der Teufelssohn in einer Beziehung! Er selbst hätte es nicht für Möglich gehalten. Aber gut, zurück zu Vito, die davon ja nichts wusste und Mammon hatte ehrlicherweise auch nicht unbedingt vor ihr diese Details zu verraten. “Verstehen… Tse…” Wiederholte er dieses eine Wort von Vito und fing nun an im Raum einmal hin und her zu laufen, dabei schüttelte er etwas den Kopf, ehe er dann wieder stehen blieb. “Soll ich dir was verraten? Ich würde es auch gern verstehen!” Wieder etwas, was absolut der Wahrheit entsprach. “Aber weder weiß ich es noch verstehe ich das Ganze.” Erneut sprach er ehrlich zu Vito und er hoffte, dass ihr das ausreichte, denn mehr konnte und wollte er ihr nicht sagen. Moment… er sollte das Geld vergessen? Leicht bewegte er seinen Kopf etwas seitlich, seine Augen waren jedoch auf die Kristalldämonin gerichtet. In seinem Gesicht konnte man förmlich das Fragezeichen sehen. “Wieso?” Fragte er nun nach. Wieso machte sie es nicht des Geldes wegen?